Dienstag, 22. November 2016

Rückblick

Muraho,

Seit meinem Aufenthalt in Rwanda sind jetzt 3 Monate vergangen. Ich denke sehr oft an meine Zeit zurück! Vor allem die Kinder sind mir sehr ans Herz gewachsen. Wenn ich an meine Zeit in Rwanda zurück denke, fallen mir sehr viele schöne Sachen ein, allerdings gab es auch negative Aspekte. Ich hatte ein sehr schöne, spannende Zeit, die mich immer noch beeinflusst. Natürlich besonders die Kinder, aber auch die Landschaft und die Kultur von Rwanda, haben mich sehr beeindruckt. Das Schicksal dieser Kinder ist mir sehr wichtig, auch wenn ich weiß, dass ich sehr wenig Einfluss darauf habe bzw. gehabt habe. Dennoch glaube ich, hatte die Zeit in der ich dort war, etwas gutes.


Ngarama in Rwanda - Land der 1000 Hügel

Es macht mich aber auch ein bisschen traurig, weil einem bewusst wird, dass man nur sehr schwer etwas verändern kann. Die hygienischen Verhältnisse in denen die Kinder leben, sind sehr schlecht. Ein weiteres Problem ist das häufige Wechseln des Personals, also den Bezugspersonen der Kinder. Vor allem für Kinder mit schwereren Beeinträchtigungen sind Bezugspersonen sehr wichtig. Viele wurden in ihrem Leben schon oft enttäuscht und gerade hier ist es wichtig, den Kindern Sicherheit zu geben. Oft sind die Kinder sich selbst überlassen, da die Arbeiterinnen mit putzen, waschen und sonstigen Sachen beschäftigt sind. Auch die fehlende Ausbildung macht es kompliziert. Der richtige Umgang mit den Kindern ist oft schwierig, da die Arbeiterinnen gar nicht wissen, wie sie sich Verhalten sollen.


"Mamas" (Arbeiterinnen) beim alltäglichen Wäsche waschen


Gruppenfoto mit dem Physiotherapeuten und einigen Arbeiterinnen

Trotzdem überwiegen die schönen Seiten, wenn ich zurück denke! Jeden Tag standen die Kinder am Zaun und haben auf uns gewartet. Egal was wir gemacht haben, es waren alle schnell mit Spaß und Freude dabei. Sie waren mit so unglaublich wenig so unfassbar zufrieden. Alles was sie wollten war etwas Aufmerksamkeit und Anerkennung. Ein Lob über ein schönes Bild, bei einem tollen Schuss mit dem Fußball oder ein hübsches Lächeln bei einem Foto war das größte für alle. Wir haben viele tolle Sachen erlebt, die ich nie vergessen werde! Ich weiß nicht, ob ich ihr Leben auf irgendeine Weise beeinflusst habe, sicher ist, dass sie meines geprägt haben. Sie haben mir so viel, über Dankbarkeit und zufrieden sein mit dem was man hat, gelernt.

Mahirwe beim spielen mit den Bauklötzen
Gitifu und Pascal
Der Abschied viel allen schwer. Ich dachte nicht, dass mir die Kinder in so kurzer Zeit so viel bedeuten könnten.


Abschied nehmen, war für alle nicht einfach
zum Abschuss ein besonderes Essen für die Kinder
- frittierte Kartoffeln 


und Limo für alle





alle Kinder und Mitarbeiter zum Zeitpunkt meiner Abreise


Sicher für mich ist, dass ich wieder kommen will! Den Kontakt zum Zentrum werde ich auf alle Fälle nicht verlieren. Ich bin gespannt auf die Entwicklung des Zentrums. Fest steht, um den Kindern ein sicheres und schönes Zuhause bieten zu können, muss sich noch einiges Ändern!

Liebe Grüße

eure Lena















Freitag, 9. September 2016

Besuch von Segerine



 Im Zentrum ist momentan Elias, ein Student, vor Ort, der ein Praktikum im Bereich Physiotherapie macht. Sein Praktikum geht noch bis Oktober. 

Außerdem war auch die befreundete Niederländerin Segerine wieder im Zentrum. 
Segerine ist Logopädin und macht mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Zentrums kleine Seminare zur Pflege der Kinder sowie Sprachtrainings.

Hier ein paar Bilder von Segerine bei der Arbeit: 




Donnerstag, 14. Juli 2016

Filmnachmittag

Wiriwe aus Ngarama!

Ich bin es mal wieder. Diesmal ist nicht so viel Zeit vergangen. In der letzten Woche, war vor allem der Filmnachmittag bei den Kindern sehr angesagt. Bei manchen Kindern war das Beste wahrscheinlich gar nicht der Film, sondern der Lolly den es dazu gab. Hanna und ich kamen mit den vielen Feiertagen etwas durcheinander, so mussten wir an zwei Tagen einen Film anschauen, da am ersten Tag die Hälfte der Kinder in der Schule waren. Sehr zum Freude der Kinder, da es dann auch an beiden Tagen einen Lolly gab. Egal ob groß oder klein jeder wollte einen haben. Der Film Madagascar wurde dann doch noch mit Begeisterung angeschaut. Es war ein schöner Nachmittag (bzw. zwei Nachmittage), an denen auch die Mitarbeiterinnen gerne aktiv teilnahmen.






zwei "Mamas" beim Film anschauen mit Alice


der Lolly wird von Mahirwe mit aller Macht verteidigt;
komm mir ja nicht zu nahe



Die Steckbriefe von jedem einzelnen Kind sind jetzt auch fertig und hängen an der Wand. Jedes Kind hat einen individuellen Steckbrief, mit einem Foto, einem Fuß- oder Handabdruck oder einer Blume. Je nach Alter und Beeinträchtigung sind Informationen enthalten, wie Name, Alter, Ankunft im Zentrum, Lieblingsessen und Lieblingsbeschäftigung, sowohl in Englisch als auch in Kinyarwanda. Nun kann sich jeder eine Übersicht über alle Kinder im Zentrum verschaffen.



  



Pascals Steckbrief



Die Spielzeuge für die Kleinkinder sind nun auch endlich fertig. Das in Deutschland typische Spiel wurde so gut es ging nachgebaut und ist fleißig in Betrieb. Es können sehr viele Kinder damit spielen und bietet etwas Abwechslung. Von den ganz kleinen Kindern können nur sehr wenige sitzen, was bei diesem Spiel nicht schlimm ist und dadurch von sehr vielen genutzt werden kann. Egal ob mit den Füßen oder Händen es macht sehr viel Spaß und wird sehr gut von den Kindern angenommen.




Alice probiert das neue Spielzeug aus






Gestern haben Hanna und ich eine Art Workshop für die Arbeiterinnen gemacht. Wir haben ihnen alle Spiele (Puzzle, Memorie, Halli Galli, usw.) gezeigt und erklärt. Unser Physiotherapist James hat uns geholfen, indem er übersetzt hat. Viele Mütter (Arbeiterinnen) kennen die Spiele nicht und trauen sich daher nicht sie zu benutzen. Zum Beispiel hat noch keine von ihnen ein Puzzle gemacht. Sie waren sehr interessiert und wollten auch gleich alles selbst ausprobieren. Wir versuchen sie in der nächsten Zeit etwas einzubinden, damit sie nicht Vergessen, wie die Spiele funktionieren und sie nach unserer Zeit im Zentrum auch noch benutzen. Wir erklärten ihnen auch, welche Spiele für welche Kinder geeignet sind. Das Ziel ist, dass die Kinder mit Spaß etwas lernen, dabei ist die richtige Hilfestellung und natürlich viel Lob sehr wichtig.




Gruppenbild mit den Mitarbeitern und Mama Kiki


ein bisschen Spaß muss sein



Der Lehrer im Zentrum besucht zur Zeit am Wochenende einen Lehrgang an der Universität in Kigali zum Thema: Kinder mit Beeinträchtigung. Es wird von der Jumelage (Partnerschaftsverein Rheinland - Pfalz/Ruanda) finanziert. Es war zuerst nicht sicher, ob er die Fortbildung auch wirklich machen kann, da es zunächst so aussah, dass seine Qualifikationen zu schlecht seien. Allerdings darf er sie jetzt doch machen, was uns alle, vor allem aber ihn selbst, sehr freut. Er ist sehr stolz und wird den Lehrgang mit einem Diplom abschließen. Es ist sehr gut jemanden im Zentrum zu haben, der eine Qualifikation im Bereich Beeinträchtigungen hat.



der Lehrer mit Sandrine und Silidiyo



Um ein bisschen Abwechslung in den Alltag zu bringen, haben Hanna und ich uns überlegt mit den Kindern einen Barfußpfad zu machen. Es machte allen rießigen Spaß und sogar die "Mamas", der Physiotherapeut und der Lehrer machten mit. Wir hatten fünf Boxen gefüllt mit Maisblättern, Gras, Sand, Steinen und Styropor. Alle machten so gut sie konnten mit. Die Kinder die nicht laufen können, fühlten mit ihren Händen nach den Gegenständen. Es wa ei gelungener Nachittag.



Felix probiert den Barfußpfad mit Hilfe des Physiotherapeuten



Kazungu fühlt lieber mit den Händen


jeder muss mal, auch eine "Mama" am ersten Arbeitstag


Sandrine braucht eine Pause



Mama Kiki hat von Spendengeldern neue Kleidung für die Kleinkinder gekauft, welche wir heute auspacken durften. Hanna und ich fühlten uns ein bisschen wie an Weihnachten. Auch die dringend benötigten zusätzlichen Stoffwindeln wurden besorgt. Ich bin schon gespannt die Kinder in den neuen Anziehsachen zu sehen (Bilder folgen).



Mama Kiki beim Auspacken der neuen Kleidung



Ansonsten läuft unser Tag meistens ganz normal ab. Wir hören oft Musik und malen sehr viel. In den nächsten Tagen wollen wir Wassermalfarben benutzen und wieder etwas tanzen. Das sind auch die beliebtesten Sachen bei den Kindern. Es gibt nichts schöneres wie gute Musik (z.B "Sorry" von Justin Bieber) und ganz viel Farbe, die leider nicht immer auf dem Papier landet. Heute sind die neuen Trommeln gekommen. Von Spendengeldern, haben wir eine große und eine kleine Trommel gekauft. Nicht nur die Kinder sondern auch die Mütter lieben Musik und wir hoffen, dass sie in Zukunft häufig genutzt werden.



Gitifu, ich und Hanna




Sandrine und ich, im Hintergrund Yvonne;
man muss sich immer hübsch machen




Spielen ist sehr anstrengend

Jetzt ist mein Aufenthalt im Zentrum auch schon wieder fast vorbei. Ich freu mich noch auf meine letzten Tage und genieße die Zeit mit den Kindern!

Bis bald

eure Lena





Dienstag, 5. Juli 2016

Sommerfest

Wiriwe aus Ngarama!

Seit meinem letzen Eintrag ist ein bisschen Zeit vergangen und ist viel passiert!

Hanna und ich waren in Kigali "shoppen", natürlich nicht für uns. Wir haben neue Spielsachen gekauft, Windeln für die Kleinkinder, Bücher in Kinyarwanda zum lesen lernen und Schulbücher als Arbeitsmaterial für den Lehrer. Außerdem versuchen wir derzeit noch ein Trampolin zu organisiern, was sich allerdings als nicht so leicht herausgestellt hat. Die neuen Spielsachen, sind fleißig in Betrieb! Vor allem die Spielzeugautos, sie machen auch noch Musik, sind sehr beliebt. Aber auch die Bücher in Kinyarwanda kommen sehr gut an. Pascal und Yvonne üben fleißig lesen. Die neuen Lernutensilien für die Schule sind ebenfalls häufig in Gebrauch. Nun kann der Lehrer auch mit den Kindern, denen es nicht möglich ist in die Schule zu gehen, Unterricht machen. Dabei hilft auch die neue Tafel. Früher gab es nur viele kleine Tafeln, die lose herumlagen und leicht von den Kindern kaputt gemacht wurden. Nun ist im Klassenzimmer eine neue, schöne und große Tafel, auf der ein vernünftiger Unterricht möglich ist, vorhanden.
 


Nepo, Eric, Mahirwe, Gasalo und Angie spielen
mit den neuen Sache
n



Eric und Mahirwe



Ein Highlight der vergangenen Wochen, war auf alle Fälle der Besuch von Haguruka! Haguruka ist eine Organisation, die sich für die Rechte von Frauen und Kindern einsetzt. Sie arbeiten mit unterschiedlichen Schulen zusammen, unter anderem auch mit der Secondary School in Ngarama. Zusammen mit einer Gruppe von Schülern und einem Vertreter von Hagurka wurde das Zentrum besucht. Zu diesem Anlass wurde alles im Zentrum geputzt und schön hergerichtet. Die Schüler sangen Lieder und tanzten dazu. Einige Kinder fühlten sich inspiriert und ließen sich ebenfalls zum tanzen anstecken. Außerdem wurde ein kurzes Theaterstück und ein Gedicht zum Thema Kinder mit Beeinträchtigung vorgetragen. Es war ein sehr schöner Tag für alle. Interessant zu beobachten war, wie die Schüler zunächst sehr viel Respekt vor den Kindern im Zentrum hatten, zunehmend aber die anfängliche Scheu abgelegt haben. Fast alle wollten nach der Aufführung Fotos machen, das Zentrum wurde noch besichtigt und es wurde Fußball gespielt. Es war ein abwechslungsreicher und gelungener Nachmittag.





Aufführung der Schüler von der Secondary School


Schüler der Secondary School beim singen





Hanna zusammen mit Gasalo, Mahirwe, einer Mitarbeiterin
und Schülern aus der Secondary





In Ruanda sind beeinträchtigte Kinder noch immer ein problematisches Thema. Vor allem am Land, ist die Aufklärung darüber, woher die Beeinträchtigungen kommen noch nicht sehr verbreitet. Der Alltag mit diesen Kindern, gestaltet sich für die Familien schwierig, da sie auch oft die Abweisung und Ausgrenzung der Gemeinde zu spüren bekommen. Daher kommt es auch häufig vor, dass Eltern ihre Kinder im Zentrum abgeben und eine falsche Adresse hinterlassen, bzw. ihre Telfonnummern wechseln. Auch werden immer wieder Kinder ausgesetzt. So wurden zum Beispiel Angie und Eric auf einer Toilette gefunden. Es macht einen oftmals wütend und traurig zu gleich, denn das Zentrum bietet auf keinen Fall einen Ersatz für die Eltern. Die Arbeiterinnen wechseln häufig, haben keine Ausbildung und es gibt viel zu viel Arbeit, wodurch die Kinder oft die so dringend benötigte Bezugsperson nicht haben. Trotzdem sind die Arbeiterinnen immer bemüht den Anforderungen der Kinder gerecht zu werden.


Rusiya mit ihrer "Mama" (Mitarbeiterin)


Eric beim malen



Danach hatten wir noch einmal Besuch. Der Onkel von Hanna (Freiwillige im Projekt) und seine Freundin machten für zwei Wochen in Ruanda Urlaub und wollten sich natürlich auch das Zentrum anschauen. Sie wurden sofort ganz herzlich von den Kindern begrüßt. Wir verbrachten zusammen einen Nachmittag, mit spielen und malen. Ich glaube der Besuch und die Kinder haben bei ihnen einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Im Anschluss darauf, waren Hanna und ich einige Tage nicht im Zentrum. Wir sahen uns alle zusammen einen Teil von Ruanda an.


Pascal und Hanna



Wieder zurück hatten wir jede Menge mit der Vorbereitung für das Sommerfest zu tun. Wir mussten die Steckbriefe der Kinder fertigstellen, Plakate mussten gemalt und die Diashow vorbereitet werden. Wir haben zum Glück noch alles rechtzeitig geschafft. Typisch ruandisch hat das Fest zu spät angefangen. Damit hatten wir allerdings schon gerechnet. Was Hanna und mich sehr gefreut hat war, dass sogar einige Eltern zu Besuch waren. Allerdings gab es auch bei zwei Kindern, Pascal und Gitifu, bittere Tränen, weil ihre Eltern kurzfristig nicht kommen konnten. Auch die Schüler der Secondary School aus Ngarama kamen vorbei und gestalteten zusammen mit den Kindern aus dem Zentrum das Eröffnungslied und den Eröffnungstanz. Gitifu begleitete das Lied rhythmisch mit der Trommel und war sehr Stolz auf die Anerkennung und die Aufmerksamkeit, die ihr geschenkt wurde. Im Anschluss an das Singen und Tanzen, wurde ein Theaterstück von den Schülern zusammen mit unserem Physiotherapeuten, dem Lehrer und den Kindern aus dem Zentrum vorgeführt. Darauf folgte ein Vortrag der Jumelage (Patnerschaftsverein Rheinland-Pfalz Ruanda) zum Thema Inklusion für die Eltern. Abschließend wurde die Diashow gezeigt. Sie umfasste Bilder von Hannas kompletten Jahr und meiner bisherigen Zeit im Zentrum. Es gab viele lustige Bilder anzusehen!
Beendet wurde das Fest mit Essen und Limo. Auch die Kinder bekamen zur Feier des Tages Fleisch und eine Soda, was nicht besonders oft vorkommt. Das Fest war nach Hannas und meiner Meinung ein voller Erfolg und konnte nur Dank einer Spende der Pfadfindergruppe von Hanna finanziert werden.




Eröffnungslied





In den darauffolgenden Tagen kehrte wieder Alltag in das Zentrum ein. In der nächsten Zeit haben wir einen Filmnachmittag und einen Spielenachmittag geplant. Hanna und ich haben in Kigali den Film Madagascar gekauft, auf den die Kinder schon die ganze Zeit sehnsüchtig warten. Am Spielenachmittag wollen wir ein Hörmemorie mit Tieren, eine Station bei der sie Alltagsgegenstände erfühlen sollen und einen Barfußpfad anbieten. Ich bin schon sehr gespannt, wie die Spiele bei den Kindern ankommen.




Sandrine mit dem Ball



Liebe Grüße aus dem sonnigen Ruanda und bis bald

eure Lena

Freitag, 27. Mai 2016

Wiriwe aus Ngarama

Wiriwe aus Ngarama!

Zunächst möchte ich mich kurz vorstellen. Mein Name ist Lena, ich bin 20 Jahre alt, habe mein Abitur im vergangenen Jahr abgeschlossen und bin nun für 3 Monate die neue Freiwillige im Projekt Ruanda. Ich wohne derzeit in einer WG zusammen mit Laura und Hanna, zwei Freiwilligen aus anderen Organisationen. Die beiden sind bereits seit 9 Monaten da und wissen daher bestens über alle Bereiche bescheid. Laura unterrichtet in einer Schule, während Hanna und ich im Zentrum arbeiten. Dort wurde ich von Mama Kiki, der Leiterin des Zentrums, den Mitarbeiter/innen, aber vorallem von den Kindern sehr herzlich aufgenommen!




Mahirwe und ich beim malen


Einer meiner Aufgaben ist die Versorgung der Kindern, wie wickeln, umziehen, Hilfe beim Essen und alles was gerade so ansteht. Die meiste Zeit verbringen Hanna und ich aber mit spielen, singen, tanzen und malen mit den Kindern, die sich während dem Tag im  Zentrum befinden. Seit einem Monat gehen nämlich die meisten in die öffentliche bzw. manche sogar in die private Schule. Für die Kinder, denen es nicht möglich ist eine Schule außerhalb des Zentrums zu besuchen, gibt es einen Lehrer im Zentrum.



Furaha und Bosco in der Schule

Seit kurzem unterstütze ich außerdem den Physiotherapeuten, da ich in diesem Bereich schon früher Erfahrung gesammelt habe. Es ist eine sehr interessante Arbeit und bringt Abwechslung. Da es sehr viele Kinder gibt, die auf eine Therapie angewiesen sind, ist es sehr gut, dass ich hier ab und zu helfen kann.

Auch wenn mir die Arbeit sehr viel Spaß macht, musste ich mich doch am Anfang an die etwas anderen Bedingungen im Zentrum gewöhnen. Ein großes Problem besteht für mich darin, dass die meisten Pfleger/innen keine Ausbildung und größtenteils keine Erfahrung mit Kindern mit Beeinträchtigungen haben. Allerdings wird in der nächsten Zeit versucht,  eine Schulung zu organisieren, die vom Physiotherapeuten und dem Patnerschaftsverein Rheinland - Pfalz Ruanda durchgeführt werden soll. Dabei sollen verschiedene Techniken und der richtige Umgang mit den Kindern gezeigt und erlernt werden.



Elisa, Yvonne, Felix, Steven, Pascal, Mugabo und ich


Für die nächste Zeit haben Hanna und ich einige Aktionen geplant. Für Ende Juni wollen wir ein Sommerfest organisieren. Wir hoffen, dass auch einige Eltern der Kinder kommen! Für dieses Event haben wir angefangen von jedem Kind einen Steckbrief mit Hand- oder Fußabdruck und Foto zu erstellen. Außerdem haben wir begonnen, ein Musikviveo zu dem Lied "Happy" von Pharrell Williams zu drehen. Die Kinder hören sehr gerne Musik und tanzen noch lieber. Es macht allen sehr viel Spaß!



Kazungu beim malen


Hanna und ich versuchen auch sportlich die Kinder zu fördern. Am besten kommen alle Spiele mit dem Ball an. Generell sind die Kinder sehr schnell für irgendetwas zu begeistern und mit viel Freude und Eifer dabei, was uns die Arbeit sehr erleichtert! Auch der Physiotherapeut und der Lehrer unterstützen uns dabei.



beim Ball spielen



Ich bin auf die nächsten Tage und Wochen sehr gspannt!

Bis bald

eure Lena

Dienstag, 9. Februar 2016

Weihnachten im Centre Wikwiheba Mwana

Während wir hier Fasching feiern, erreichen uns Bilder von der Weihnachtsfeier im INGEAR Projekt in Ruanda.
Mama Kiki, die Leiterin des Projekts vor Ort, hat wie jedes Jahr einen Bus für die Kinder bestellt, der sie im Zentrum abholt und in die Kirche im Ort bringt sowie anschließend wieder zurückfährt
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 Der Bus holt die Kinder ab
 Eindrücke von der Weihnachtsmesse
 Sicher bring der Bus die Kinder auch wieder ins Zentrum
 Mama Kiki mit einem Bewohner des Zentrums